Ausgelesen: Nudeldicke Deern

27 Sep

Ich bin keine Literaturkritikerin und werde es nie sein. Aber ich schreibe gerne über Bücher, die mich bewegt haben, heute:

„Nudeldicke Deern: Free your mind and your fat ass will follow“ von Anke Gröner.

Aufs Buch aufmerksam geworden bin ich durch ellebils Blogpost und wenig später fand sich die elektronische Ausgabe des Buches auf meinem Kindle wieder. Ausgelesen hatte ich es also schon im letzten Jahr- seitdem folge ich Anke auf twitter und lese regelmäßig ihr Blog (etwas, das ihr auch tun solltet, es lohnt sich nämlich wirklich!). Außerdem ist sie mir wirklich virtuell sehr sympathisch- jemand, der Literatur, Musik und den FC Bayern/Mario Gomez mag, kann man nicht nicht mögen 😉

Im Moment stapelt sich auf meinem Lesetischchen allerlei Unilektüre und als Pause von diesem ganzen „schweren“ Stoff, habe ich mir das Buch nochmal vorgenommen (Oh ja, ich kann gute Bücher durchaus mehrmals lesen!).

Der geneigte Blogleser mag sich jetzt ein „Och nee, nicht schon wieder ne Frau, die mir sagen will, was ich zu essen hab und was nicht…“ denken, aber dem ist bei diesem Buch ganz sicher nicht so. Erste Auskunft gibt der Klappen- Amazontext:

«Dieses Buch ist kein Diätbuch. Ganz im Gegenteil. Dieses Buch sagt dir: Schmeiß alle Diätbücher weg, die du hast. (Ich weiß, dass du welche hast.) Vergiss das Kalorienzählen, das schlechte Gewissen und fang wieder an, einfach zu essen.»

Es geht also ums Essen und alles, was dazu gehört- also nix mit Diät oder so nem Quatsch. Und es geht darum, dass man auch als „Dicke/r“ (wer legt eigentlich fest, was normal und was dick ist?) durchaus Spaß am Essen haben kann und sich einfach mal von diesen abstrusen gesellschaftlichen „Normen“ (again: wer legt eigentlich fest…?) befreien sollte. Jeder Mensch ist schön und sollte auch die Gelegenheit dazu haben, sich schön fühlen zu dürfen, egal, ob dick oder dünn, mit Segelohren, einer Zahnlücke oder sonstigem „Makel“.

Mich persönlich sprach alleine deshalb schon das Buch an. Ich dachte auf so vielen Seiten „Krass, genau so geht es mir auch…!“ und wahrscheinlich denken viele so, die dem Club der Ü40-Klamotten angehören und für die shoppen/rausgehen/in einem Restaurant essen manchmal zur Qual werden. Äußerst unterhaltsam, manchmal herzzereißend oder einfach nur wütend-machend, schreibt Anke von ihrem Lebensweg. Und wie ein Food Coaching ihre Sicht aufs Essen verändert hat. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Leute, die bisher nur Pizza in den Backofen werfen als kochen ansahen, Ankes Buch durchaus eine Motivation sein kann, sich mal genauer mit dem zu beschäftigen, was sie da eigentlich in sich hineinschaufeln. Und genau das ist das Buch: Ein Denkanstoß, sich mit dem Essen auseinanderzusetzen, und mehr auf seinen Körper zu hören, anstatt auf irgendwelche durchgeknallten Diätgurus oder Frauenzeitschriften, die einem diktieren wollen, wie viele Kalorien wir nicht zu uns nehmen sollten oder dass exzessives Sportlern doch so gesund ist. Vielleicht ist es auch eine Anleitung zum Glücklich-werden. Ohne Garantie dafür. Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden. Aber um die Entscheidung vielleicht ein bisschen einfacher zu machen, gibts im Buch nicht nur Ankes eigenen Weg, sondern auch noch Zahlen und Fakten (zum Beispiel, dass „dicke“ Menschen gar nicht so krank sind, wie alle immer behaupten).

Dank Ankes Buch weiß ich jetzt/wurde mir wieder bewusst, dass es okay ist, Essen zu genießen und dabei nicht auf die Kalorien zu achten. Oder dass ich mich nicht wegen meiner Pfunde zu viel in Kartoffelsäcken verstecken muss. Oder dass ich mich permanent fragen muss, wie mich andere Leute sehen (aber sehr wohl, ob ich nicht manchmal allein vom Sehen her auf meine ganzen Vorurteile schließe).

I freed my mind and my fat ass followed. Danke, Frau Gröner!

Das Buch kann man nicht nur hier käuflich erwerben, sondern auch in der Buchhandlung des Vertrauens 😉

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